Reisetagebuch Italien 2022

Italienische Kunst und Kultur  ist super schön. Aber immer nur alles auf dem Blatt Papier oder online betrachten, ist auf Dauer auch etwas unspektakulär. Selbst einmal vor Ort sein und alles live erleben – das wäre doch toll!

Das dachten sich auch die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung GES 20-2g. Dank der Förderung durch das ERASMUS + Programm der EU und „eurocultura“, dem italienischem Partner vor Ort, ging es zu einem 14-tägigem Auslandspraktikum nach Vicenza. Was für ein Glück, dass die Schülerinnen und Schüler alles für uns noch einmal fotografisch festgehalten haben. Was sie da alles mit ihrem Ausbildungsleiter Herrn Schaal entdecken konnten, wollen wir dir natürlich nicht vorenthalten.

Stöber doch einmal durch das Reisetagebuch der GES 20-2g. Wäre das auch etwas für dich gewesen?

Tag 1

Am Anfang jeder Reise steht erst einmal die Anreise. Und da Fliegen ja so 2010 ist, haben wir uns natürlich lieber in die total überfüllten Züge gezwungen und eine romantische Zugreise genossen. Chemnitz – Leipzig – München – Vicenza und das in 12 Stunden. Das klingt jetzt viel schlimmer, als es war. Denn immerhin konnten wir so malerische Landschaften betrachten und ein entschleunigtes Reisen genießen. Als wir dann in Italien angekommen waren, überkam uns sofort das mediterrane Lebensgefühl. Sonne satt, Berge und Palmen wohin man nur schaut. Wir trafen auf aufgeschlossene, lebensfrohe Menschen und freuten uns auf das beginnende Praktikum!

Also sofort erst einmal das Quartier beziehen. Untergekommen sind wir in Gastfamilien. Alle waren wirklich sehr nett. Wir hatten unser eigenes Zimmer und die Kommunikation war dank unserer Englischkenntnisse überhaupt kein Problem. Über die italienische Verpflegung brauchen wir wohl ohnehin kein Wort verlieren. Es war einfach ein Traum!

So weit, so gut, doch der Tag hat nun einmal nur 24 Stunden, also sind wir dann natürlich total übermüdet ins Bett gefallen.

Tag 2 und 3

Der Montag wurde mit einer Vorstellungs- und Kennenlernrunde und Erläuterungen zum bevorstehenden Programm eröffnet. Von Marta erfuhren wir Interessantes über die Region Venetien und deren kulturelle Besonderheiten. Am Nachmittag besuchte uns Roberta und erzählte uns Spannendes zur Stadtgeschichte von Vicenza. Nach dem offiziellen Teil erkundeten wir das erste Mal die historische Altstadt und waren begeistert vom italienischen Flair.

Am Dienstag trafen wir auf Francesco, den Kurator des Palladio-Museums in Vicenza. Andrea Palladio war ein bedeutender Renaissance-Architekt des 16. Jahrhunderts. Eine Führung durch die Innenstadt brachte uns seine Bauten näher und machte deutlich, welche innovativen Ideen in seiner Architektur umgesetzt wurden. Besonders beeindruckend war der Besuch des „Teatro Olimpico“, einem Theater nach dem Schema römischer Amphitheater erbaut. Von den Rängen des Zuschauerraumes konnten wir den Blick auf die Bühnenwand genießen. Die Bühnenarchitektur zeigt eine illusionistische Stadtkulisse und stammt aus dem 16. Jahrhundert.
Danach besuchten wir die Ausstellung im Palladio-Museum und konnten anhand von Architekturmodellen einen Einblick in Palladios Schaffen gewinnen.

Tag 4 und 5

Eine kleine Busfahrt brachte uns in die Umgebung von Vicenza zu Grassi Pietre, dem „Vicenza Stone Specialist“. In diesem Familienbetrieb wird seit Jahrhunderten der Naturstein abgebaut, aus dem viele Gebäude in Vicenza bestehen. Neben den Abbautechniken wurden uns die Möglichkeiten der Oberflächenbearbeitung des Sedimentgesteins vorgeführt. Die Firma liefert den Stein für unterschiedliche Anwendungszwecke, von der Restauration über Projekte in der Innenarchitektur bis hin zu künstlerischen Skulpturen im urbanen Umfeld.
Am späten Nachmittag trafen wir auf Lisa, die uns zu einer interaktiven Stadtführung einlud. Neben dem touristischen Sightseeing zeigte sie uns kulinarische Geheimtipps und beliebte Treffpunkte des Nachtlebens. So erfuhren wir von einem idyllischen Stadtstrand, den wir am Abend besuchten. Diese Strandbar sollte zu einem geliebten Ort in den kommenden Tagen werden. So haben wir uns einige Feierabende mit leckerem Aperol Spritz versüßt.

Am Donnerstag besuchte uns Giovanni, ein bekannter Architekt aus Vicenza. In einem beeindruckendem Vortrag stellte er uns sein Architekturbüro und viele internationale Projekte vor. Sein Team ist auf die Anwendung von natürlichem Licht in der Architektur spezialisiert. Für den Nachmittag lud er uns in sein Bürogebäude ein, ein Haus aus nachwachsenden Rohstoffen in sehr idyllischer Lage. Nach dem beschwerlichen Aufstieg boten die Räume eine willkommene Abwechslung zu den heißen Außentemperaturen.

Tag 6 bis 8

Der Freitag startete mit einem Ausflug zu Luce&Light in der Umgebung von Vicenza. Dieses Unternehmen ist auf die Entwicklung und Produktion von LED-Beleuchtungssystemen für den Innen- und Außenbereich spezialisiert. Im Showroom von L&L wurden uns die unterschiedlichsten Produkte und internationalen Projekte vorgestellt. Im Anschluss bekamen wir eine Führung durch die modernen Produktionshallen.
Am Nachmittag besuchten wir die Abschlussausstellung des Illustri Festival – aber nicht, dass ihr denkt, dass war mit illustrer Musik – dieses Festival war eine Ausstellung der besten italienischen Illustratoren.

Unser Wochenendausflug führte uns dann nach Venedig. Bei schönstem Sonnenschein erkundigten wir die Lagunenstadt in kleinen Gruppen und besuchten touristische Plätze, wie die Rialtobrücke, den Markusplatz, spazierten entlang des Canale Grande und ließen es uns gut gehen. Da in diesem Jahr auch die Biennale in Venedig statt fand, nutzten einige die Chance Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst zu besuchen.

Tag 9 und 10

Der Beginn der zweiten Woche stand ganz im Zeichen der Fotografie. Dazu besuchte uns Alessandro von Manfrotto, ein namhafter Hersteller von Fotoequipment. Er begleitete einen Workshop zum Thema „Product photography and personal branding“. Nachdem er uns sein interessantes Portfolio vorgestellt hatte, sprachen wir über die technischen Voraussetzungen für ein gutes Produktfoto. Nach diesem ganzen theoretischen Input betraute er uns mit einer praktischen Aufgabe, die darin bestand, selbst in der Produktfotografie tätig zu werden. Einführung Workshop Produktfotografie. Die Aufgabe bestand darin einen Gegenstand seiner persönlichen Wahl  abzulichten. Das Spektrum reichte von Schmuck über Schuhe, Handtasche bis hin zur eigenen Uhr.

Tag 11 und 12

Auf den Mittwoch freuten wir uns ganz besonders, weil uns Giovanni Traverso, der Architekt den wir in der ersten Woche schon kennenlernen durften, nochmals besuchte. Er organisierte einen Workshop zur Anwendung von natürlichen licht in der Architektur. Um das selbst im Modellversuch zu testen, simulierten wir die Lichtgestaltung eines Innenraumes maßstabsgerecht in einem Schuhkarton und hatten den restlichen Tag viel spaß beim modellieren.

Am Donnerstag kam noch einmal der Fotograf Alessandro zu uns, um die Ergebnisse der Produktfotografie auszuwerten. Außerdem gestaltete einen Vortrag zum Thema: „Rock your Iinstagram profil“. Am Abend trafen wir uns mit den Mitarbeiterinnen eurocultura zum Abschlussessen in einem traditionell italienischen Restaurant in der Innenstadt. Dort erwartete uns ein 4-Gänge-Menü mit italienischen Spezialitäten und Wein.

Tag 13 und 14

Nachdem wir uns in den letzten Tag schon an Temperaturen über 30 Grad gewöhnt hatten, brachte der Wochenausklang selbst die Italiener zum Schwitzen, denn das Thermometer näherte sich der 40 Grad Marke. Leider mussten wir uns auch schon auf den Abschied vorbereiten und nutzten den Freitag, um noch ein paar Souvenire für unsere Familien zu kaufen und das letzte Taschengeld in italienische Leckereien zu investieren. Und die traurigste Aufgabe stand dann ja auch noch an: Koffer packen für die Rückreise und eventuell noch die letzten Stunden mit der Gastfamilie verbringen.

Nach dem letzten italienischen Frühstück am Samstag Morgen trafen wir uns um 9 Uhr auf dem Hauptbahnhof von Vicenza und bestiegen den IC Venedig-München. Die Rückreise führte uns über München und Leipzig und das sogar ohne Verspätungen! – Allerdings hatten wir unsere Rechnung ohne die Mitteldeutsche Regiobahn gemacht: dicht gedrängt, ohne Klimaanlage und Sitzplatz, benötigten wir 2 Stunden, um von Leipzig nach Chemnitz zu kommen. Danke MRB für diese körpernahe Erfahrung!

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