Sheherazade (Suite)
Die Suite entstand 1888 – als Orientalismen gerade ebenso Mode waren im zaristischen Russland wie Programm-Musik. Wohl deshalb hörte Rimski-Korsakow auf den Rat, den vier Sätzen seiner Sinfonischen Suite nach "Tausendundeiner Nacht" doch nicht allgemeine Titel wie zum Beispiel "Prélude" oder "Ballade" zu geben.
Rimski-Korsakow verwies also auf Erzählungen aus der Sammlung "Tausendundeine Nacht". Allerdings distanzierte sich der Komponist später davon, er erzählte "musikalische Märchen", und ersetzte die Titel durch Tempobezeichnungen. Stehen blieb nur noch ein Verweis auf die Rahmenhandlung. Tatsächlich sind es vor allem zwei musikalische Motive, die immer wieder zu hören sind, und die sich stetig weiterentwickeln. Sie charakterisieren die beiden Hauptfiguren:
Eine düster klingende Phrase, die von Streichern und Blech gespielt wird für den Sultan, und für Scheherazade eine Geigenmelodie, der sich eine Harfe beigesellt. Die Themen tauchen auf, verschwinden, kehren in neuer Gestalt zurück und verweben sich miteinander: Eine Vorlage, die geradezu einlädt die Beziehung zwischen den beiden Themen – oder besser Figuren – zu untersuchen.





